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Die Philosophie bei Batman
Batman wird ja meist als unheimlich cooler Typ dargestellt: Er ist überaus intelligent, beherrscht die exotischsten Kampftechniken und verfügt über enorme finanzielle Mittel. Mit diesen Voraussetzungen führt er einen Krieg gegen die Schurken von Gotham City, dem er sich nach der Ermordung seiner Eltern ganz und gar verschrieben hat. Doch das ist eigentlich nur die eine Seite der Medaille. Wie sieht es dahinter aus? Sind Batmans Taten eigentlich gerechtfertigt? Nach welchen moralischen und ethischen Maßstäben handelt er? Können Batmans Taten stets als „Richtig“ eingestuft werden? Diesen und vielen anderen Fragen gehen die Autoren, die sich nicht nur mit Batman und seiner Umwelt auskennen, sondern auch Professoren und Dozenten der Philosophie und diverser anderer Fachbereiche sind, in dem Buch Die Philosophie bei Batman - Eine Reise in die Seele des Dark Knight in mehreren Essays nach.

Dabei wird nicht nur den üblichen Fragestellungen "Welche Gedanken treiben Batman im Kampf gegen das Böse nach dem Mord an seinen Eltern an?" und "Warum bringt Batman den Joker nicht einfach um und wieso bedingen sich beide gegenseitig?" Tribut gezollt, sondern auch hinterfragt, wie Batman überhaupt in eine Gesellschaftsordnung, natürlich speziell in die von Gotham, passt, wobei in diesem Fall vor allem die Überlegungen von Thomas Hobbes als einem der bedeutendsten Staatstheoretiker herangezogen werden. Daneben kommen auch Theorien vieler anderer Philosophen wie Kant, Nietzsche, Wittgenstein, Plato und Aristoteles zur Sprache. Doch auch andere Charaktere aus Batmans Umfeld werden etwas genauer durchleuchtet, allen voran Alfred Pennyworth, der zwar meist nur eine Nebenrolle einnimmt, dort im Hintergrund jedoch auch eine tragende Säule im Leben von Bruce Wayne repräsentiert, ohne die der Dunkle Ritter seine Funktion kaum ausüben könnte.

Im Großen und Ganzen ein interessantes Buch zum Thema Batman, das ausnahmsweise ohne viel Action und Detektivarbeit (da der Großteil der Gedankengänge im Buch mit Fußnoten und Verweisen auf die einschlägigen Comics, Serien und Filme nachvollziehbar bleibt), aber mit seinem etwas anderen Standpunkt für manchen, der sich tiefer mit einigen philosophischen Aspekten auseinandersetzen möchte, durchaus einen Blick wert ist. Zugegeben: Einige aufgeworfene Fragen (vor allem zu Beginn des Buches) werden nicht vollkommen geklärt und andere (wie Batmans Stellung in Hinsicht auf Gesetz, Recht und Gesellschaftsordnung) hätte ich mir persönlich noch etwas detaillierter ausgeführt gewünscht. Diese Punkte werden allerdings durch die stellenweise recht lockere Aufmachung des Textes relativiert, wenn bspw. (und hiermit schließe ich den Kreis dieses Blog-Beitrages) der Coolness-Faktor von Superman und Batman verglichen wird. Stellt euch mal vor, wer der bessere Kumpel bei einer Grillfeier wäre: Der Mann aus Stahl mit dem Hitzeblick, Bruce Wayne mit seiner "Kohle" und seinen Kontakten, oder Batman...

Was haltet ihr von einer philosophischen Auseinandersetzung mit Batman?
 
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Die Umfrage wurde am 18. Juni 2012 um 16:54 erstellt. Bisher haben 13 Nutzer abgestimmt.

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